Vortrag über ADHS von Frau Dr. Franziska Schaaff

Was haben Pippi Langstrumpf, Albert Einstein und Wolfgang Amadeus Mozart gemeinsam?

Am Mittwoch, den 28.10.26 hielt die Kinderärztin Frau Dr. Schaaff einen Vortrag über ADHS für die Jugendlichen der 7. Jahrgangsstufe. Das Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts-Syndrom betrifft nicht nur die Konzentration, sondern auch das soziale Leben eines betroffenen Kindes. Der Wackelkontakt im Gehirn führt dazu, dass einerseits die Kinder einen Hyperfokus entwickeln und gleichzeitig oft chaotisch und hochsensibel sind. Das ausgesprochene Gerechtigkeitsempfinden ist für die Umwelt oft anstrengend.

Die Jugendlichen der 7. Klassen hatten viele Fragen vorbereitet. So war ihnen wichtig, etwas über die Medikamente zu erfahren: Wie und warum wirken sie und weshalb hat man dann keinen Appetit mehr? Die Schüler und Schülerinnen erfuhren, dass 5-10% aller Kinder betroffen sind, dabei Jungen häufiger als Mädchen. Wichtig ist, dass die Krankheit früh erkannt wird, damit die betroffenen Kinder verstehen, warum sie sich anders fühlen und lernen als ihre Gleichaltrigen. Medikamente und Verhaltenstherapie helfen, sich selbst immer besser zu konzentrieren und auch selbstbestimmt mit Impulsen umzugehen. Dabei ist sehr wichtig, die Stärken der ADHS- Menschen zu erkennen: Kreativität – Spontanität – Großzügigkeit – Durchsetzungsvermögen und Fröhlichkeit. Auch das sollte dieser Vortrag erreichen, dass die Mitschüler die Stärken ihrer ADHS - Mitschüler erkennen und mehr Verständnis für sie aufbringen können. Diversität im Gehirn ist ein aktuelles Thema und so ist es umso erfreulicher, dass die Schülerinnen und Schüler der Realschule sich diesem Thema nähern.

„Wir sind bunt und leben unsere Vielfalt!“ so lautet das Jahresthema der Realschule in diesem Schuljahr. Zu dieser Buntheit und Vielfalt gehört auch, dass Verwandte und Freunde von Pippi Langstrumpf, Albert Einstein und Wolfgang Amadeus Mozart in der Realschule Gräfenberg zur Schule gehen!

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